„Hambi“ bleibt Ruine – Antrag zur Nutzung als Verwaltungsgebäude abgelehnt.

„Hambi“ bleibt Ruine – Antrag zur Nutzung als Verwaltungsgebäude abgelehnt.

Unser Antrag den denkmalgeschützten „Hamburger Hof“ in Meißen in die Planungen für eine notwendige Erweiterung des Landratsamtes einzubeziehen wurde am Donnerstag zur Sitzung des Kreistages leider abgelehnt.
Offizielle Begründung war, dass die Kosten für Kauf und Sanierung nicht abschätzbar wären, sowie aufgrund des Denkmalschutzes mit erheblichen Mehraufwendungen zu rechnen ist.
Genau darauf zielte aber unser Antrag ab, der ein reiner Prüfantrag war. Die Landkreisverwaltung sollte eine seriöse Schätzung zu Bau- und Sanierungskosten erstellen und mit den Eigentümern über den Verkaufspreis sprechen, sowie die Fördermöglichkeiten für dieses Objekt eruieren (Städtebaumittel, Denkmalschutzmittel etc.) und prüfen ob durch diese Förderung die entstehenden Mehrkosten ausgeglichen und somit der „Hambi“ finanziell mit anderen Varianten gleichzustellen ist.
Die Vorteile für den Hamburger Hof lagen aus unserer Sicht klar auf der Hand: optimale ÖPNV Anbindung, Nähe zum Hauptsitz der Verwaltung, nicht im Überschwemmungsgebiet, Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz, erhebliche Aufwertung eines Meißner Stadtteils. Doch nicht einmal diese simple Prüfung fand eine Mehrheit im Kreistag. Insbesondere Landrat Steinbach baute Druck auf die Kreisrät*innen auf, indem er sagte, dass “ … wenn heute keine Zustimmung erfolgt, die Erwerbsmöglichkeit für die Residenc nicht mehr gegeben ist“ und er kündigte seinen Widerspruch und somit eine Sondersitzung des Kreistages an, sollte der Vorschlag der Verwaltung keine Mehrheit finden.
Die Residenc will der Landkreis über dem Verkehrswert erwerben, so dass andere Mitbieter eher unwahrscheinlich sind. Es wäre aus unserer Sicht Zeit vorhanden gewesen um beide Varianten (Hambi und Residence) zu prüfen, Vor- und Nachteile beider Varianten abzuwägen und sich dann für eine Variante zu entscheiden.
Der Ehrlichkeit halber muss auch gesagt werden, dass das nun beschlossene Erweiterungskonzept sehr viel besser ist, als die bis dato auf dem Tisch liegenden Ideen. Im neuen Erweiterungskonzept wird auf Neubauten auf der Grünen Wiese verzichtet und vorhandene Bausubstanz (sowohl in Großenhain, als auch in Meißen) genutz und die Kosten bewegen sich bei ca. 1/3 des ursprünglich geplanten Neubaus.
Neben unserer Fraktion hatte auch die AFD Fraktion einen Vorschlag zur Landratsamterweiterung. Sie beantragte einen funktionalen Neubau neben der vorhandenen Hauptstelle. Brachte also genau den Vorschlag wieder auf den Tisch, der erst im Dezember im Kreistag abgelehnt wurde – damals auch von der AFD

.https://www.saechsische.de/plus/meissen-steinbach-landratsamt-darf-sich-doch-erweitern-5223013.html?fbclid=IwAR3IX6N3_KZ9PK8Hu9ZLjzluxRUP0j_6DVgMcAZj8yXJUU4O-FkA8SLZZK4

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